Friedenssehnsucht – und was kann mein Beitrag dazu sein?

Eine Taube mit ausgebreiteten Flügeln vor einem grauen, tristen Betongebäude, das im Schatten liegt im Gegensatz zur Taube, die hell leuchtet.

Sunguk Kim / unsplash.com

„Bloß keinen Zank und keinen Streit!” Das heißt auf englisch ganz einfach PEACE und auf französisch PAIX und auf russisch MIR und auf hebräisch SHALOM und auf deutsch FRIEDE oder: „Du, komm, lass uns zusammen spielen, zusammen sprechen, zusammen singen, zusammen essen, zusammen trinken und zusammen leben, damit wir leben.”

Josef Reding

Frieden. Wie schön das wär. Frieden zwischen Ländern und in Familien. Zwischen Religionen und verschiedenen Meinungen. Zwischen mir und dir. Zwischen mir und mir. Aber wie kann es Frieden werden, wenn Unfrieden der Standard zu sein scheint? Wo soll Frieden herkommen, wenn Krieg, Konkurrenz und Abgrenzung die aktuellen Währungen sind? Wie können wir Frieden suchen – und am besten auch finden?

Frieden, Gottes Geschenk

SHALOM, das hebräische Wort für Frieden, meint ein umfassendes Wohlergehen auf allen Ebenen meines Lebens und meines Umfelds. Absoluter Frieden mit mir, anderen, meiner Umwelt, Gott – bezogen auf Körper, Seele, Soziales, Gesellschaftliches, Geistiges und Geistliches. Ich glaube, so einen Frieden kann es nur mit, in und durch Gott geben. Wir selber können SHALOM nicht machen, organisieren, herstellen – er wird uns von Gott geschenkt. Weil Gott uns Versöhnung schenkt: mit uns selbst und allen um uns herum. Weil Gott der Garant dafür ist, dass Gnade, Liebe und Gerechtigkeit das letzte Wort haben, dass Hoffnung berechtigt und Dankbarkeit mehr als angebracht ist. Weil Gott uns mitreißt, uns nicht bei uns selbst stehen lässt, sondern seine Liebe durch uns zu anderen fließen und unser Umfeld verändern will.

ER hat Frieden im Sinn

„Frieden suchen“ könnte also heißen: Bleib dran an Gott. Vertraue ihm, dass er nichts als SHALOM für die Welt, deine Stadt, deine Gemeinde, deine Gruppe, deine Familie, für dich und deine Feinde im Sinn hat. Pack mit an. Investiere in den SHALOM deiner Umgebung und der Welt – der Menschen nah und fern. Wäre das nicht der Hammer, wenn das das Motto aller Christen würde? Wie gerne würde ich in so einer Welt leben!

Frieden schaffen …

  • vielleicht, indem du Hoffnung stiftest, wo Sinnlosigkeit und Verzweiflung herrschen?
  • vielleicht, indem du Liebe schenkst, wo Egoismus, Gleichgültigkeit und Hass an der Tagesordnung sind?
  • vielleicht, indem du teilst, wo Gier regiert und Menschen unterdrückt werden?
  • vielleicht, indem du Gottes Sicht auf den Menschen laut sagst, wo sich Enttäuschung, Minderwertigkeitsgefühle und Versagensängste ausgebreitet haben?
  • vielleicht, indem du für Gerechtigkeit eintrittst, wo Not, Unrecht und Machtmissbrauch triumphieren wollen?
  • vielleicht, indem du begeistert vom Leben singst, wo Krankheit, Leid und Tod auftauchen?
  • vielleicht, indem du Interesse am anderen zeigst und verstehen willst, wo Streit, Abgrenzung und Fronten entstehen?
  • ganz sicher, indem du dir eingestehst: „Zu all dem bin ich selber viel zu schwach – auch wenn ich diesen Frieden finden, verwirklichen und erleben würde. Aber Du Gott, du bist ein Gott, der umfassenden Frieden für die ganze Welt nicht nur möchte – du kannst ihn schenken. Herr, ich will den Frieden suchen, und wünsche mir, dass du uns allen diesen Frieden zusprichst, der höher und weiter ist als alles, was wir denken und machen können.”

Heiko ist doppelt Papa. Immer wieder Autor. Einigermaßen Theologe. Und ein bisschen Dozent. Außerdem Bücherverschlinger. Gerne Griller. Apple Fanboy. Kaffee-Abhängiger. Und Marburger. Er bloggt rund um Pastorenblabla und Familiengedöns auf heikometz.de 

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